Schloss und Park Pillnitz
Dresden, Sachsen
Etwa zwölf Kilometer vor dem historischen Stadtzentrum Dresdens liegt am Elbufer Schloss Pillnitz mit seinem weitläufigen Park. Umgeben von aufsteigenden Weinbergen, dem Elbtal und den markanten Erhebungen der Sächsischen Schweiz wirkt das Schlossensemble auf den Betrachter wie aus fernöstlichen Ländern. Geschwungene Dachformen und asiatisch anmutende Fassadengestaltungen prägen die einzigartige Anlage. Das einheitliche Erscheinungsbild der Schlossbauten verdankt sich der Chinamode des 18. Jahrhunderts, die alle Bauphasen übergreifend wirkte, und macht Pillnitz zu einer der bedeutendsten chinoisen Architekturen Europas.
Wegweisend für die Gestaltung von Schloss und Park war August der Starke, der zur Repräsentation seiner Macht Lustbarkeiten in insgesamt 24 Schlössern plante. Neben Pillnitz gehören dazu vor allem Moritzburg und Großsedlitz – Stadtschlösser, deren Entfernung von Dresden einen Tagesausflug mit abendlicher Rückkehr erlaubte.
Die Entwicklung von Schloss und Park ist eng miteinander verbunden und stets in der Einbeziehung der umgebenden Landschaft zu sehen. Der älteste Teil des Parks ist der Lustgarten, der im Laufe der Zeit mehrfach erweitert wurde, unter anderem bis hin zur Einrichtung einer Botanischen Schule. Ein besonderer Höhepunkt im Park ist eine über 200 Jahre alte Kamelie. Die harmonische Verbindung von Bau- und Gartenkunst sowie der umgebenden Natur hat bedeutende Persönlichkeiten wie Friedrich Schiller, Theodor Körner, Caspar David Friedrich und Richard Wagner inspiriert.
Schloss Pillnitz gilt als eines der herausragenden Denkmäler des „Augusteischen Zeitalters“. Zahlreiche Zeugnisse dieser Epoche in und um Dresden sind bis heute erhalten oder wurden aufwendig restauriert, sodass das Schlossensemble seinen außergewöhnlichen historischen und kulturellen Wert bewahren konnte.
Luftbild der Gesamtanlage von Schloss Pillnitz bei Dresden mit dem Wasserpalais dem Neuen Palais rechts daneben und dem Bergpalais gegenüber.
Wasserpalais
Es ist mit seinem Kernbau der älteste Bestandteil der Schlossanlage Pillnitz. Die eindrucksvolle Wasseransicht mit der vorgelagerten Freitreppe bildet das bekannteste Wahrzeichen des Schlosses. Das 1720/21 nach Entwürfen von Matthäus Daniel Pöppelmann errichtete Bauwerk hebt sich durch seine originelle barocke Farbfassung von den jüngeren Gebäudeteilen ab, ähnlich wie das spiegelbildlich angelegte Bergpalais. Ausgangspunkt für den Bau des Wasserpalais war ein bereits vorhandenes Lusthaus, das den Kern des Westpavillons bildet. Seine Existenz konnte 1983 dokumentiert werden. Pöppelmann schuf eine dreiteilige Anlage mit freistehenden Pavillons, die nach den Vorstellungen Augusts des Starken als „Indianisches Lusthaus“ konzipiert wurde. Die feierliche Einweihung erfolgte am 3. August 1721.
1722 entstand die Freitreppe an der Wasserfassade, ein Jahr später wurden die Pavillons über eingeschossige Zwischenbauten mit dem Haupthaus verbunden. 1724 konnte die eigentliche Wassertreppe vollendet werden; die Pläne stammten von Zacharias Longuelune. Auf den Postamenten der vorspringenden Ufermauer befinden sich Sphingen, geschaffen vom Bildhauer Johann Christian Kirchner, die die Treppe flankieren. Die Wassertreppe diente als Anlegestelle für Gondeln, die dem Hof für vergnügliche Fahrten von Dresden nach Pillnitz zur Verfügung standen, und vollendete damit den grandiosen barocken Prospekt.
Der Mittelbau des zweigeschossigen Wasserpalais zeigt sieben Fensterachsen, während die Seitenpavillons jeweils fünf Achsen aufweisen. An der Wasserseite entstand ein zusätzliches Untergeschoss über einem Sandstein-Bogengang mit dreibogiger Loggia, flankiert von Pilastern und verziert mit phantasievollen Schlusssteinen in Form von Festons. Pöppelmann gestaltete die Bogenstellung in Anlehnung an seine Zwinger-Architektur. Seitlich vorgelagerte Treppenläufe mit geschwungenen Austritten führen auf die Terrasse über dem Bogengang.
Die Baukörper wirken auf den ersten Blick schlicht, entfalten aber durch Dachformen und Details ihren fernöstlichen Charakter im Stil der barocken Chinamode. Der Mittelbau besitzt ein Mansarddach mit doppelt geschwungenen Schieferflächen, während zahlreiche pagodenartige Schornsteine und Gauben die Dachlandschaft beleben. Die Traufen setzen über weit vorspringenden Hohlkehlen an, die sich auch unter den Balkonen der Pavillons wiederholen. Die heitere Farbgestaltung, besonders in den Vouten, trägt zusätzlich zur chinesischen Anmutung bei: Figuren und Landschaften im Chinoiseriestil schmücken die Wandflächen zwischen den Fenstern. Grundton der verputzten Flächen ist Ocker, während die Chinoiserien am Hauptbau in Blau auf rotem Grund und an den Pavillons in Rot auf dunkelgelbem Grund aufgebracht sind. Die Wandflächen sind durch aufgemalte Quaderimitationen senkrecht gegliedert.
An der Gartenseite dominiert ein viersäuliger Portikus, der dem Mittelbau als Risalit vorgelagert ist. Mansarddach und Voute führen hier organisch über den Säulenvorbau hinweg. Die korinthischen Kapitelle der Säulen wurden von Pöppelmann eigenständig interpretiert. Die Decke der Säulenvorhalle ist mit Wolken- und Vogelmotiven verziert. Die rechteckigen Fensteröffnungen werden in der Mittelachse durch stichbogige Fenstertüren unterbrochen, die den zweigeschossigen Roten Salon öffnen, der auf beiden Seiten von weiteren Räumen flankiert wird.
Das Wasserpalais verbindet europäische Baukunst mit ostasiatischen Motiven auf pittoreske Weise. Die Chinamode jener Zeit wird frei interpretiert, beeinflusst von zeitgenössischen Darstellungen des Kaiserpalastes in Peking, ohne getreue Kopien zu liefern. Der große Saal im Mittelbau, der Rote Salon, zeigt einfache rot gefasste Umfassungswände und eine schlichte Rahmenstuckdecke; Reste von Fresken im chinesischen Stil wurden 1989/90 freigelegt. Das Gelbe Teezimmer im westlichen Pavillon ist ein Beispiel für Neo-Rokoko mit Jugendstileinflüssen und entstand 1902 nach Entwurf von Hofbaumeister Gustav Frölich.
Etwa ein halbes Jahrhundert nach dem Bau von Wasser- und Bergpalais ließ Friedrich August III. die ursprünglich eingeschossigen Flügelbauten durch zweigeschossige Neubauten ersetzen. Die frühklassizistischen Flügelgebäude wurden 1791 fertiggestellt, sind längsrechteckig mit symmetrischen Kopfbauten und besitzen über beide Geschosse reichende Säulenordnungen. Die Dachgestaltung greift die barocken Formen des Hauptpalais auf, wodurch das Ensemble in seiner fernöstlich inspirierten Architektur ein einheitliches Erscheinungsbild bewahrt. Die Flügel sind über eingeschossige, viertelkreisförmige Zwischenbauten mit dem Hauptpalais verbunden. Heute zeigen die Innenräume, die vom Kunstgewerbemuseum genutzt werden, eine schlichte, zurückhaltende Gestaltung.
Bergpalais
Im Norden des heutigen Lustgartens entstand 1723/24 das Bergpalais, in spiegelbildlicher Position zum Wasserpalais. Die Gartenseite gestaltete Pöppelmann als exakte Entsprechung der Fassade des Wasserpalais, während die Rückseite auf Grund des ebenen Geländes ohne Untergeschoss und Treppenanlagen auskommt. Sie öffnet sich zur breiten Rasenachse mit beidseitigem Baumbestand, die auf die ehemalige Hauptgartenachse hinweist, welche ursprünglich vom Wasserpalais in Nord-Süd-Richtung verlief. Mit dem Bau des Bergpalais fiel die Entscheidung zugunsten einer West-Ost-Achse. Diese wurde 1725 durch eine Allee aus Rosskastanien markiert, die vom westlichen Zugang des Lustgartens in Richtung Hosterwitz und Dresden führt. Geplant war, dass diese Achse auf ein großes Schlossneubauprojekt zusteuern sollte, das erst 1818 mit dem Neuen Palais umgesetzt wurde.
Die barocke Gliederung von Schloss und Garten orientiert sich an den Planungen in Dresden, wo Zwinger und Stadtschloss mit großzügigen Gartenparterres und dem Elbufer verknüpft werden sollten. Viele dieser Visionen blieben jedoch unvollendet. Vor der Nordfassade wurde ein eingeschossiger Vorbau, das Schießhaus, errichtet, der als Schießbahn für höfische Festgesellschaften diente. Ziel war eine Grotte am Nordende der Rasenachse; das Schießhaus wurde im 19. Jahrhundert entfernt.
Die Raumdisposition im Bergpalais wiederholt die des Wasserpalais. Ein Säulenportikus markiert den über zwei Geschosse reichenden Hauptsaal mit drei Fensterachsen, dem zu beiden Seiten entsprechende Raumfluchten zugeordnet sind. Die Raumausstattung des Hauptsaals stammt aus der Zeit um 1895 und kombiniert Elemente des Historismus mit Motiven japanischer Kunst. Somit fand die Interpretation ostasiatischer Architektur und Malerei, die Pillnitz seit August dem Starken prägte, ihren Abschluss, wobei die Hinwendung zur japanischen Kultur durch die Öffnung des Landes im 19. Jahrhundert begünstigt wurde.
Seit 1963 beherbergen Berg- und Wasserpalais das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Während des Zweiten Weltkrieges wurden zahlreiche Kunstschätze Dresdens in Pillnitz ausgelagert, sodass die Schlossanlage vorübergehend als Museum diente.
Im Ostpavillon des Bergpalais befindet sich das Watteau-Zimmer, das in der Epoche des Historismus entstand. Ernst Schäfer schuf 1882 ein frühes Beispiel des Neorokoko. Das Zimmer zeigt flache Wandgliederungen mit Brüstungspaneelen, dezente Stuckarbeiten und einen Kamin in der westlichen Schmalwand. Porzellankunstwerke schmücken Wandkonsolen, die Decke ist mit einem Stuckoval gestaltet, und einzelne Wandfelder tragen Gemälde von Christian Ernst Dietrich, die an die galanten Genrebilder Antoine Watteaus erinnern.
1788/89 erweiterten frühklassizistische Flügelbauten das Bergpalais. Sie stehen denjenigen am Wasserpalais spiegelbildlich gegenüber und entstanden zwei Jahre früher. Ende des 18. Jahrhunderts präsentierte sich die Gesamtanlage somit symmetrisch: Wasser- und Bergpalais mit den neuen Flügelbauten fassten den barocken Lustgarten ein, an dessen Ostrand noch das alte Renaissanceschloss und der 1725 errichtete Venustempel standen. Die Palais und Flügelbauten erhielten einen einfarbigen Anstrich, um ein harmonisches Erscheinungsbild zu erzeugen.
Besondere Kostbarkeiten befinden sich im westlichen Flügelbau, dem Kaiserflügel. Dort sind zwei salonartige Räume, die Weinlig-Zimmer, erhalten. Christian Traugott Weinlig entwarf die Flügelbauten und deren Ausstattung. Während die Außenarchitektur noch Anklänge an die barocke Chinamode erkennen lässt, sind die Innenräume im Frühklassizismus gestaltet. Klare geometrische Wandgliederungen, Brüstungspaneele, schmale senkrechte Streifen und edle Wandbespannungen prägen die Räume. Über Tür- und Fensteröffnungen befinden sich Halbrundmotive mit feiner Stuckierung, die klassische Ornamente wie Akanthusranken und Fruchtgehänge aufgreifen.
Die frühklassizistischen Räume bieten heute einen würdigen Rahmen für die Ausstellung der Sammlungen des Kunstgewerbemuseums und verbinden historische Architektur mit musealer Nutzung.
Neues Palais
Im Jahr 1818 zerstörte ein Feuer das Alte Palais aus der Renaissancezeit sowie den aus Holz errichteten Venustempel an der Ostseite des Lustgartens. Damit eröffnete sich die Gelegenheit, ein neues Hauptschloss zu errichten – rund ein Jahrhundert nach dem Beginn des barocken Ausbaus von Pillnitz. Bereits in den 1720er Jahren hatten Pöppelmann und Longuelune großzügige Planungen vorgelegt, und um 1785 entstanden auch Entwürfe Weinligs für ein Hauptschloss. Letztlich lagen Planung und Ausführung zwischen 1818 und 1826 in den Händen des Baumeisters Christian Friedrich Schuricht. Auftraggeber war Friedrich August III., inzwischen über 70 Jahre alt und seit 1806 König von Sachsen, der ein Jahr nach Fertigstellung verstarb.
Das Neue Palais entstand als klassizistische U-förmige Anlage mit einem großen Hof, der nach Osten geöffnet ist. Die Dreiflügelanlage orientiert sich geschickt an den bestehenden Gebäuden der Schlossanlage und ist wiederum im Pavillonsystem aufgebaut. Die Flügelbauten verfügen über ein niedriges Sockelgeschoss und ein höheres Hauptgeschoss, während die Pavillons an den Ecken und in der Mitte des Gartenflügels sowie jeweils in der Mitte der Hofflügel über ein zusätzliches Mezzaningeschoss verfügen. Deren konkav geschwungene Dächer überragen die Flügelbauten deutlich. Die Gartenfassade gilt als Hauptschaufront und wird von einem weit vorspringenden, siebenachsigen Mittelpavillon beherrscht. Fünfachsige Flügel verbinden diesen Mittelbau mit dreiachsigen Seitenpavillons, die gartenseitig nur eingeschossig sind und durch die durchlaufenden rundbogigen Fenstertüren optisch mit dem Mittelpavillon verbunden werden. Viertelkreisförmige Bogengänge verbinden die Seitenpavillons außerdem mit den Flügelbauten von Wasser- und Bergpalais, wobei Torfahrten von den Seitenhöfen zum Gartenparterre und dem Elbufer integriert sind.
Die Pavillons der Gartenfront zitieren die Gliederung der Flügelbauten von Wasser- und Bergpalais. Freistehende, paarweise angeordnete Säulen korinthischer Ordnung tragen ein klassisches Gebälk, während die weiterführenden Pavillondächer konkav geschwungen sind. Der Mittelpavillon springt weit in den Lustgarten vor und beherbergt den Kuppelsaal. Über der Dachfläche erhebt sich ein fünfachsiger Aufbau, aus dessen Mittelachse ein schlanker Uhrenturm herausragt. Gekehlte Zeltdächer über den Ecken des Dachaufbaus und des Uhrenturms bereichern die Dachlandschaft. Das geschweifte Pavillondach ermöglicht eine Dachterrasse. Gartenfassade und Dachlandschaft greifen erneut Elemente der Chinamode auf, die durch Pöppelmanns barocke Architektur vorgegeben und von Weinlig in den klassizistischen Seitenflügeln zitiert wurden. So entstand über ein Jahrhundert hinweg ein Ensemble, dessen Schauseiten zum Lustgarten hin als harmonische Einheit wirken.
An den Seitenflügeln und zur Hoffront hin zeigt das Neue Palais einen abweichenden Charakter. Die Dreiflügelanlage umschließt einen offenen, gärtnerisch gestalteten Hof. Die 1860 gepflanzten Fliederbüsche gaben ihm den Namen Fliederhof und verleihen ihm zur Blütezeit eine besondere Note. Das Gelände liegt hier tiefer als im Gartenparterre, sodass das Untergeschoss sichtbar wird. Es wird durch eine Quaderimitation im Putz betont. Ein umlaufendes Gesimsband aus Sandstein wirkt wie eine Fensterbrüstung, während die Obergeschossfenster schlicht gerahmt und mit Verdachungen versehen sind. Fünfachsige Pavillons in der Mitte der Seitenflügel korrespondieren mit dem siebenachsigen Hauptpavillon des Gartenflügels. Über dem Hauptpavillon tragen vier dorische Säulen einen Altan als Austritt für den Kuppelsaal. Über den Rundfenstern der Kuppelwölbung ist ein rötlich abgesetzter Fries angebracht.
Der nördliche Pavillon beherbergt die Schlosskapelle St. Trinitatis, die auf die Zugangsseite der Anlage ausgerichtet ist. Fünf hohe Rundbogenfenster, ein Kupferdachreiter als Glockenturm und ein zweifach gekehltes Dach prägen die Kapellenfassade, die ein schönes Beispiel klassizistischer Architektur darstellt. Lisenen und Traufgebälk rahmen die Fassade, während Durchgänge von dorischen Säulen flankiert werden und den Zugang vom Fliederhof zum Elbufer ermöglichen.
Der Kuppelsaal, 1822/23 vollendet, gilt als bedeutendste spätklassizistische Raumschöpfung Sachsens. Der zweigeschossige Saal im Mittelpavillon des Gartenflügels öffnet sich zum Dachraum hin. Korinthische Säulen gliedern die Wände in Einklang mit den Rundbogenfenstern, unterstützen das Gebälk und tragen die Kuppelkonstruktion. Flache Bögen und sphärische Bogenzwickel verbinden den quadratischen Grundriss mit der flachen Hängekuppel, die mit Kassetten versehen ist. Eine zylinderförmige, verglaste Lichtöffnung krönt den Scheitel. Die Farbgestaltung in Weiß, Himmelblau und Gold unterstreicht die antike Anmutung. Die seitlichen Gänge der Gartenfassade verfügen über Tonnengewölbe mit Kassetten, korinthische Pilaster und beherbergen unter anderem die Ahnengalerie mit Büsten sächsischer Herrscher.
Das Neue Palais ist heute Teil des Schlossmuseums Pillnitz. Die Dauerausstellung „Vom Spielschloss zur Sommerresidenz“ vermittelt Einblicke in die Nutzung und Geschichte der Schlossanlage. Wechselausstellungen behandeln Aspekte der regionalen Kulturgeschichte. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Hofküche im Souterrain des Elbflügels, die nach historischen Vorlagen rekonstruiert wurde. Sie umfasst Bereiche zum Einlagern von Lebensmitteln, zum Kochen, Braten und Backen und zeigt die Funktionsweise einer Großküche des 19. Jahrhunderts. Bis zu 27 Bedienstete versorgten hier täglich mindestens 70 Personen, bei Festlichkeiten bis zu 20 Gänge.
Chinesischer Pavillon und Garten
Im nördlichen Abschnitt der Pillnitzer Gartenanlagen erstreckt sich der Chinesische Garten, dessen Zentrum der gleichnamige Pavillon bildet. Angelegt ab 1790 als kleiner Landschaftspark, umfasst der Garten einen rechteckigen Teich, der ursprünglich als Staubecken für die Gartenfontänen genutzt wurde. Um die Anlage zu ermöglichen, musste die Dorfstraße verlegt werden; seitdem verläuft sie hinter der Parkmauer entlang.
Am Ende der vom Wasserpalais ausgehenden Nord-Süd-Achse wurde 1804, direkt an der Parkmauer, ein weiterer Pavillon errichtet. Christian Friedrich Schuricht, der Baumeister, erarbeitete zunächst zwei Entwurfsvarianten: einen kleinen antiken Tempel sowie einen Pavillon in ostasiatischer Formensprache. Ausgeführt wurde schließlich eine verkleinerte Version des Chinesischen Pavillons, die über die Mauer vorgeschoben ist und einen ursprünglich dahinter verlaufenden Graben überbrückt.
Im Unterschied zu den bisherigen Schlossbauten in Pillnitz, bei denen ostasiatische Formen stark verändert und an den europäischen Geschmack angepasst wurden, zeigt dieser Pavillon ein tieferes Verständnis für die chinesische Architektur. Der quadratische Baukörper wird auf drei Seiten von Holzsäulen eingerahmt, die ein ausschwingendes Dach tragen, dessen Ecken zugespitzt sind. Auf der verglasten Dachlaterne setzt sich die Dachform fort; bekrönt wird sie von einem Drachen als Wetterfahne.
Im Inneren stechen besonders die Wandmalereien hervor, die real existierende chinesische Landschaften darstellen und von feinen Ornamenten eingefasst sind.
Orangerie (Ringrenngebäude)
Im Jahr 1874 ließ König Albert anstelle des barocken Spielgartens einen Park mit seltenen Nadelhölzern anlegen, der als Koniferenhain bekannt wurde. Eine ganz eigene Atmosphäre unterscheidet diesen Bereich von den übrigen Parkteilen. Botanisch betrachtet fungiert der Hain als wissenschaftlich angelegte Sammlung von Nadelgehölzen, die zudem mit Hinweistafeln versehen sind. Die langgestreckte Orangerie im Norden begrenzt den Koniferenhain und fügt sich harmonisch in die Gartenlandschaft ein.
Aus einem vorspringenden Mittelpavillon und symmetrisch ausgerichteten Flügeln besteht die Orangerie. Der Pavillon geht auf das 1730 von Zacharias Longuelune errichtete Ringrenngebäude zurück, das einen fünf Jahre zuvor von Pöppelmann ausgeführten Bau ersetzte. Früher diente das Gebäude direkt am damaligen Spielgarten gelegen für turnierartige Wettbewerbe. In der elegant-französischen Formensprache Longuelunes gestaltet, präsentiert sich der gestreckt-achteckige Pavillon. Zwischen flachen Rahmungen und ebenso gestalteten Lisenen wechseln wandhohe, rundbogige Fenstertüren, während über dem Kranzgesims und der Attika ein Mansarddach mit Ovalgauben aufragt.
Die 1874 ergänzten Flügel orientieren sich in der Fassadengestaltung am Mittelbau. Typisch für Pflanzenhäuser sind die arkadenartigen Fensterreihen, die von Lisenen flankiert werden. Hinter den Balustraden der Attika verbergen sich Flachdächer. Durch diese Anordnung tritt der barocke Pavillon nun als Mittelrisalit hervor und vermittelt gemeinsam mit den Flügelbauten den Eindruck eines harmonisch aus einem Guss errichteten Ensembles.
Südansicht des im Jahr 1730 von Zacharias Lunguelune erbauten Ringrenngebäude, dem Mittelpavillon der Orangerie im Schlosspark von Pillnitz bei Dresden.
Englischer Pavillon und Garten
Mit dem wachsenden Interesse Friedrich Augusts III. an Pillnitz begann nicht nur eine neue Phase der Bautätigkeit, sondern auch eine völlig neue Gestaltung der Gartenanlagen. Im Jahr 1778 erwarb der Kurfürst die westlich an den bisherigen Spielgarten angrenzenden Flächen, um dort einen Landschaftspark im englischen Stil anzulegen. Die barocken Gärten blieben zunächst in ihrer Grundstruktur bestehen, während die zuvor kunstvoll angelegten Parterres nach und nach von großzügigen Rasenflächen abgelöst wurden. Charakteristisch für einen englischen Garten ist die scheinbar natürliche Anordnung: lockere Baumgruppen, verschlungene Wege und ein künstlich angestauter Bachlauf mit Teich schaffen eine illusionäre Natürlichkeit, die dennoch sorgfältig geplant ist – ganz im Sinne der Aufklärung, die eine neue Wertschätzung der Natur propagierte.
Im Gegensatz zu den kunstvoll arrangierten Barockgärten dienten Bauwerke, Skulpturen und Denkmäler im Landschaftspark eher als harmonische Staffage. Besonders auffällig sind die Büste der römischen Göttin Juno und der Englische Pavillon, die den Blick auf sich ziehen. Der Pavillon, in der nördlichen Gartenecke errichtet, repräsentiert ein kleines Meisterwerk frühklassizistischer Architektur. Errichtet um 1780, werden als mögliche Entwerfer Johann Daniel Schade oder Weinlig genannt. Das Gebäude orientiert sich am „Tempietto“ des Franziskanerklosters San Pietro in Montorio in Rom, das um 1500 von Donato Bramante geschaffen wurde. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine exakte Kopie, sondern um eine auf die Verhältnisse in Pillnitz adaptierte Interpretation der klaren Renaissance-Formen.
Der Pavillon selbst erhebt sich über einen dreistufigen Sockel und zeigt einen zylindrischen Baukörper von zweieinhalb Geschossen, abgeschlossen durch ein Kuppeldach. Erd- und Zwischengeschoss werden von acht ionischen Doppelsäulen über Postamenten und Gebälk eingefasst, während das Obergeschoss zurückgesetzt ist und einen offenen Umgang mit Eisengeländer aufweist. Doppelpilaster strukturieren die Fassade, während ein verkröpftes Traufgebälk den Abschluss bildet. Dekorative Details wie Türverdachungen, Palmwedel und Fruchtgehänge betonen die klare frühklassizistische Formensprache.
Die oval angelegten Grundrisse erlauben eine elegante Integration der Treppenläufe, die sichelförmig zwischen den ovalen Räumen und der Außenwand verlaufen. Das Erdgeschoss diente als Teesalon, das Obergeschoss vermutlich als Studierstube des Kurfürsten. Das einfache Mezzaningeschoss erfüllte funktionale Zwecke.
Besonders bemerkenswert sind die beiden Salons, die als herausragende Beispiele frühklassizistischer Raumgestaltung gelten. Das Erdgeschoss besticht durch helle Grüntöne, einen Marmorfußboden und dezent gearbeitete Stuckverzierungen. Die gerundeten Wände mit tiefen Fensternischen bestehen aus Stuckmarmor, während Kassettentüren harmonisch in die Gestaltung integriert sind. Die Tondi zeigen antike Motive, und über einer Hohlkehle (Voute) erstreckt sich eine konzentrisch stuckierte Decke mit himmelblauem Plafond. Im Obergeschoss dominiert Holzvertäfelung in ebenfalls grüner Farbgebung. Fensternischen, Türfüllungen und Brüstungspaneele sind mit realistischen Schmetterlingsdarstellungen bemalt, die dem Pavillon seinen besonderen, dekorativen Charakter verleihen.
Palmenhaus
Nördlich der barocken Anlagen des ehemaligen Großen Schlossgartens und des Spielgartens, dem heutigen Koniferenhain, erstreckt sich der sogenannte Holländische Garten. Kurfürst Friedrich August III. erwarb das Gelände 1785 und ließ dort einen Garten anlegen, der ganz seinem wissenschaftlichen Interesse an der Botanik entsprach. Der Name des Gartens geht auf die bevorzugt kultivierten Pflanzen aus den niederländischen Kolonien zurück, vor allem aus dem südlichen Afrika. Auf diese Weise entstand ein früher botanischer Garten, der auch über entsprechende Gewächshäuser verfügte. Um 1800 begann eine planmäßige Aufzucht von Pflanzen, wodurch eine der umfangreichsten Pflanzensammlungen Deutschlands entstand.
Seine heutige Gestalt erhielt der Holländische Garten in den Jahren um 1860, als König Johann (reg. 1854–73) anstelle der vorhandenen Gewächshäuser ein großes Palmenhaus errichten ließ. Dieses wurde in drei Bauabschnitten von 1859 bis 1861 errichtet und erstreckt sich entlang der nordwestlichen Parkgrenze. Besonders auffällig ist der zentrale, dreiseitig vorspringende Pavillon mit Zeltdach, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Beidseitig schließen kurze Bauteile mit Satteldächern und massiv ausgeführten Giebeln an. Der Mitteltrakt ist als geschlossene Einheit gestaltet und bildet einen harmonischen Übergang zu den anschließenden Flügelbauten. Die drei Einheiten des Palmenhauses sind unterschiedlich temperiert, sodass Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen hier gedeihen können.
Mit einer Länge von fast 94 Metern ist das Palmenhaus das größte Baudenkmal dieser Art in Deutschland. Errichtet wurde es mit vorgefertigten Bauteilen aus Gusseisen, wobei berühmte Vorbilder wie der Londoner Glaspalast von 1851 oder das Glasgewächshaus von Kew Gardens Pate standen. Solche frühen Eisen-Glas-Konstruktionen gelten heute als Zeugnisse der Industrialisierung und als wichtige Vorläufer der modernen Architektur. Ursprünglich jedoch wurden sie – wie auch Bahnhofs- oder Fabrikhallen – nicht als vollwertige Architektur wahrgenommen und im Sinne des Historismus mit den Würdeformen europäischer Baukunst geschmückt.
In den 1960er Jahren geriet das Palmenhaus in einen baufälligen Zustand, ein drohender Abriss konnte jedoch durch das engagierte Eingreifen der Denkmalpflege verhindert werden. Die Restaurierung begann 1991, und bis 2007 wurde auch das vorgelagerte Gartenparterre nach zeitgenössischen Plänen wiederhergestellt. An den Arbeiten war erneut Peter Joseph Lenné aus Berlin beteiligt. Das Parterre orientiert sich mit seinem symmetrischen Wegenetz radial und konzentrisch am Mittelbau des Palmenhauses und stellt ein gelungenes Beispiel der Neuinterpretation barocker Gartengestaltung im 19. Jahrhundert dar.
Ostansicht des um das Jahr 1860 erbauten Palmenhaus mit Brunnenfigur im Holländischen Garten des Schlosspark in Pillnitz bei Dresden
Weinpresse
Die historische Weinpresse von Pillnitz, am Weg zur Weinbergkirche gelegen, ist ein reizvolles Beispiel klassizistischer Architektur. Errichtet im Jahr 1827, präsentiert sich das eingeschossige Gebäude mit einem Mittelrisalit, der von einem kräftigen Dreiecksgiebel überragt wird, sowie zwei flankierenden Eingangsrisaliten. Putznutungen an den Rücklagen strukturieren die Fassade und erzeugen ein harmonisches Rhythmusspiel. Dekorative Stuckierungen mit Weinreben zieren die Eingänge und den Giebel des Mittelrisalits, während das Giebelfeld das Landeswappen trägt. Fledermausgauben beleben das Krüppelwalmdach und verleihen dem Bauwerk zusätzliche Lebendigkeit.
Im Inneren ermöglicht die Weinpresse einen anschaulichen Einblick in die historische Weinherstellung. Massive Holz- und Eisenkonstruktionen prägen den Raum, in dem einst die Trauben der königlichen Weinberge schonend ausgepresst wurden. Mit ihrer Hebel- und Schraubtechnik konnten große Mengen Trauben effizient verarbeitet und die Qualität des Weins gesichert werden. Heute vermittelt die Weinpresse als museale Station die sächsische Weinbautradition und zeigt anschaulich die handwerklichen Fertigkeiten und technischen Lösungen vergangener Zeiten.
Weinbergkirche „Zum Heiligen Geist“
Bereits 1403 wurde der Weinbau an den Südhängen des Elbtals bei Pillnitz urkundlich erwähnt. Nach einem Höhepunkt im späten 18. Jahrhundert nahm der Anbau von Weinreben stark ab und geriet ein Jahrhundert später beinahe vollständig in Vergessenheit. Seit den 1980er Jahren wachsen jedoch wieder Weinstöcke im Umfeld der barocken Weinbergkapelle, wodurch das Landschaftsbild seine besondere Prägung zurückerhält.
Für den Bau des sogenannten Venustempels neben dem Alten Schloss musste 1723 die dortige Schlosskirche abgerissen werden. Im selben Jahr begann der Bau einer neuen Kirche, die mitten im Weinberg von Pillnitz liegt und als Gemeindekirche für das gesamte Dorf gedacht war. An den Baukosten beteiligte sich August der Starke persönlich. Am 11. November 1725 konnte die von Pöppelmann entworfene Kirche „Zum Heiligen Geist“ geweiht werden. Besonders reizvoll ist die Lage des Sakralbaus, die zu den charakteristischen Besonderheiten von Pillnitz zählt.
Die Kirche selbst ist ein typisches Beispiel protestantischer Predigtkirchen. Über rechteckigem Grundriss erhebt sie sich und wird von einem steilen Walmdach abgeschlossen. Ein mächtiger Dachreiter mit Uhr, Glockenstube und geschweiftem Helm kennzeichnet das Gebäude deutlich als Kirchenbau. Hohe Stichbogenfenster erhellen den Innenraum. Das südliche Hauptportal, über einer Freitreppe gelegen, bildet den einzigen plastischen Schmuck der Fassade. Kräftige Bildhauerarbeit von Benjamin Thomae (1682–1751) schmückt die Verdachung mit gesprengtem Segmentgiebel. Thomae, der auch an der Ausstattung des Dresdner Zwingers beteiligt war, gestaltete eine doppelte Wappenkartusche (Sachsen und Polen) mit königlichem Monogramm und Krone. Ansonsten wird die Fassade nur durch aufgemalte Gliederungen belebt, wie es in der Dresdner Spätbarockarchitektur üblich ist.
Im Inneren präsentiert sich der Kirchraum schlicht und elegant. Weiß bildet die Grundfarbe, während drei Seiten von zweistöckigen Emporen eingefasst werden. An der westlichen Schmalseite ist die um 1900 integrierte Orgel untergebracht. Die Emporen zeigen einen marmorierenden Anstrich, und Stuckgesims sowie Hohlkehlen (Vouten) verbinden die Wände mit der flachen Decke. Die stützenfreie Konstruktion des Kirchraums wird durch eine Sprengwerkkonstruktion im Dachwerk gewährleistet. Das nahezu unveränderte barocke Dachwerk ist in sehr gutem Zustand erhalten und gilt als Meisterwerk der Zimmermannskunst.
Zu den Meisterwerken zählt auch die Ausstattung im Altarbereich. Diese stammt aus der alten Schlosskirche und lässt sich stilistisch der spätsten Renaissance zuordnen. Taufbecken und Altar wurden von Johann Georg Kretzschmar (1612–1653) geschaffen und zeigen die kräftigen Formen des Übergangs zum Barock. Zudem besticht der architektonisch aufgebaute Altar durch eine raffinierte Scheinarchitektur: Das letzte Abendmahl ist unter einem plastisch-perspektivisch dargestellten Rippengewölbe angeordnet, das auf Säulen ruht. Der dadurch entstehende „virtuelle“ Raum erinnert an die Dresdner Schlosskapelle.
Künstliche Ruine
In den 1780er Jahren bezog Kurfürst Friedrich August III., als Liebhaber landschaftlicher Schönheit, den im Norden von Pillnitz gelegenen Friedrichsgrund in die Gartenanlagen ein. Besonders romantisch erschien das Tal des Meixbachs, das von einem gewundenen Weg durchzogen wurde. Entlang dieses Weges entstanden eine Grotte, Staffagen, ein künstlicher Wasserfall sowie Brücken über den Bachlauf. Auch eine alte Mühle konnte in die Gestaltung einbezogen werden.
Auf einer Anhöhe über dem Friedrichsgrund ließ der Landesfürst 1785 eine künstliche Ruine errichten, die das landschaftliche Ensemble krönte. Die gotische Ruine wurde nach Entwurf von Schade gebaut und liegt am Standort einer längst vergangenen mittelalterlichen Burg. Als Sinnbild für die Vergänglichkeit alles Geschaffenen verlieh sie dem Staffagebauwerk inmitten des heiteren Landschaftsgartens zugleich eine historische Tiefe.
Das rechteckige Bauwerk besteht aus Bruchsteinmauerwerk und ist mit Spitzbogenfenstern ausgestattet. An der dem Tal zugewandten Ecke ragt ein Runderker hervor, daneben sind die Fenster mit Blendbögen überfangen. Ein flaches Gesims über gequaderten Lisenen markiert die nicht vorhandene Geschossdecke. Ursprünglich war das Gebäude jedoch innen überdacht und konnte für Aufenthalte bei Spaziergängen genutzt werden, wovon noch ein Wandkamin in klassizistischen Formen zeugt.
Die Ruine macht deutlich, dass es sich nicht um ein originales mittelalterliches Bauwerk handelt. Hohe Fenster, das Vortreten der regelmäßigen Verquaderung der Blendbögen sowie Gesimsstreifen und Lisenen in dieser Kombination hätten im gotischen Burgenbau nie existiert. Künstliche Ruinen und im gotischen Stil entworfene Staffagebauten gehörten bereits seit Jahrzehnten zu Landschaftsparks in England. Dort waren sie Teil eines didaktischen Programms, bei dem Elemente verschiedener Zeit- und Kulturräume gleichermaßen vorkamen.
Schließlich verband sich das Wiederaufleben vermeintlich mittelalterlicher Bauformen mit der Geistesströmung der Romantik. Im 19. Jahrhundert führte dies zur wissenschaftlichen Erforschung mittelalterlicher Baukunst und legte den Grundstein für die akademische Neugotik.
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