Kleines Schloss
Wolfenbüttel, Niedersachsen
Luftbild vom Schlossplatz in Wolfenbüttel mit dem ehemaligen Residenzschloss, der Herzog-August-Bibliothek, dem Zeughaus und dem Kleinen Schloss.
Kleines Schloss in Wolfenbüttel aus Richtung Osten.
Nordansicht
Lage und Bauform
- Südwestlich des Schlossplatzes gelegen
- Direkt am Schlossgraben
- Zweiteiliger Flügel
- Restbestand einer ursprünglich U-förmig zum Schlossplatz geöffneten Anlage aus unterschiedlichen Bauteilen
Historischer Kernbau
- Zweigeschossiger massiver Gebäudeteil aus dem 16. Jahrhundert (nicht erhalten)
- Ursprüngliche Nutzung: Kanzlerhaus
- 1643: Wohnung für Herzog Rudolf August
- 1666–1685: Residenz für Anton Ulrich
Nutzung durch die Ritterakademie
- 1687: Übernahme durch die Ritterakademie
- Umbau durch Johann Balthasar Lauterbach, Professor an der Akademie
Quartier der Bevernschen Linie
- 1712: Auflösung der Ritterakademie; Nutzung als Quartier der Bevernschen Linie des Fürstenhauses
- 1728–1732: Umbau- und Aufstockungsmaßnahmen
- Vermutliche Aufstockung des Südflügels
- Neuerrichtung des Westtrakts
Verbindung mit dem Residenzschloss über den Okergraben - Schlossplatzseite: geschwungene Einfriedung mit steinernen Pfeilern und Putten (in veränderter Form erhalten)
Nach Verlegung der Residenz
- 1754: Residenz nach Braunschweig verlegt
- 1791: Abbruch der südlichen und östlichen Gebäudeteile
- Westbau bildet nun den Abschluss eines kleinen Parks
- 1820er Jahre: Umbau mit teilweiser Neugestaltung der Gartenfront
- Spätes 19. Jahrhundert: Anbau eines Wintergartens an der Gartenseite im Erdgeschoss
Westflügel (Fachwerkbau 1728–1732)
- Erdgeschoss: Laubengang
- Obergeschoss: Quadratischer Festsaal (nicht erhalten)
- Juni 1733: Nachfeier der Hochzeit des preußischen Kronprinzen Friedrich II. mit Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern
Restaurierung
- Rekonstruktion der Farbgestaltung mit Quaderimitation
- Ziel: Barocke Fachwerkarchitektur als Steinbau wirken lassen
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aus Wolfenbüttel




Sándor Kotyrba
Sándor Kotyrba